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Mittwoch, 2. Dezember 2009

...

Mittwoch? Nee, nicht schon wieder.
Ist ja eklig.

Diese Teilertage, Höhepunkte der leidenden Büroangestellten.

Sie, die nur von Wochenende zu Wochende leben.

Von Raucherpause zu Raucherpause.

Von Fernsehabend zu Fernsehabend.

Von Party zu Party

Von Feiertag zu Feiertag.

Von Krankschreibung zu Krankschreibung.

Von Urlaub zu Urlaub.

Nur die Tage von
Montag bis Mittwoch und von
Mittwoch bis Freitag,
die sind in ihrem Leben
nicht enthalten.

Dienstag, 1. Dezember 2009

...

Es ist schoon wieder Dienstag.

Und na? Morgen Mittwoch.
Hast Du Problem?

Ja, das habe ich!

Montag, 30. November 2009

...

Heute ist Montag.

Ach nee - was du nicht sagst.
Woher weißt du das?

Na hör mal.

Was soll ich hören?

Na das heute Montag ist.

Das kann ja jeder sagen.

Sagt heute auch jeder.
Blödmann.

Sonntag, 29. November 2009

1. Advent

140 (Einhundertvierzig)
Kinder,
Frauen und
Männer
werden, in einem fernen, fremden Land,
unter Deutschem Befehl,
mittels Kampfbomber
zusammengeschossen.
Alle tot!
Zerfetzt,
verbrannt.
Sofort Verscharrt.


Hier In Deutschland:

Schweigen.

Sie feiern den 1. Advent, ein Christiliches Fest!
Freuen sich auf Weihnachten und
die Geschenke,
buchen den Ski-Urlaub über Sylvester und ...

... in ihren Kirchen beten sie das 6. Gebot:

Du sollst nicht töten.

Wie "christlich" dieses Land ist.

Samstag, 28. November 2009

Leute - Es ist wieder an der Zeit!

Das Hambacher Lied (1832)

Hinauf, Patrioten, zum Schloß, zum Schloß!
Hoch flattern die deutschen Farben;
Es keimet die Saat und die Hoffnung ist groß,
Schon binden im Geiste wir Garben.
Es reifet die Ähre mit goldnem Rand,
Und die goldne Ernt’ ist das – Vaterland.

Wir sahen die Polen, sie zogen aus,
Als des Schicksals Würfel gefallen,
Sie ließen die Heimat, das Vaterhaus
In der Barbaren Räuberkrallen;
Vor des Zaren finsterem Angesicht
Beugt der freiheitliebende Pole sich nicht.

Auch wir, Patrioten, wir ziehen aus,
In festgeschlossenen Reihen;
Wir wollen uns gründen ein Vaterhaus
Und wollen der Freiheit es weihen;
Denn vor der Tyrannen Angesicht
Beugt länger der freie Deutsche sich nicht.


Die Männer strömen aus jeglichem Gau,
Nur Brüder umfassen die Gauen –
Zu legen die Hand an den Wunderbau;
Ein Deutschland gilt es zu bauen;
Wo deutsche Männer, da sind wir dabei,
Wir erheben ein Deutschland, stolz und frei.

Was tändelt der Badner mit Gelb und Rot,
Mit Weiß, Blau, Rot Bayer und Hesse?
Die vielen Farben sind Deutschlands Not,
Vereinigte Kraft nur zeugt Größe,
Drum weg mit der Farben buntem Tand,
Nur eine Farbe und ein Vaterland!

Wenn einer im Kampfe für alle steht,
Und alle für einen, dann blühet
Des Volkes Kraft und Majestät,
Und jegliches Herz erglühet
Für ein einiges Ziel, für ein einziges Gut;
Er brennet die Freiheit, des Vaterlandes Gut.

Drum auf, Patrioten. Der Welt sei kund,
Daß eng, wie wir stehen gegliedert,
Und dauernd wie Fels der ewige Bund,
Wozu wir uns heute verbrüdert,
Frisch auf, Patrioten, den Berg hinauf!
Wir pflanzen die Freiheit, das Vaterland auf.

W. Herzberg: Das Hambacher Fest, Ludwigshafen 1908, S. 109

Mittwoch, 25. November 2009

...

Finanzkrise?
was für eine Finanzkrise?
Wirtschaftskrise?
Was für eine Wirtschaftskrise?
Opel, was ist mit Opel?
Nichts ist mit Opel, alles palletti, mit Opel!
Was ist mit Terrorvideos in Deutschland?
Nichts mehr mit Terrorvideos und Terrordrohungen...
Haste Vier? Alles ok mit Haste IV.
Atomkraft? Alles ok mit Atomkraft!
Gut - bachelor und master, diesen Schwachsinn können wir ruhig diskutieren, schließlich geht es um die "Elite"!

...die Wahlen sind vorbei...und -

- die nächste Landtagswahl findet am 9. Mai 2010, in NRW statt!

Bis dahin, ja bis dahin, da ist alles palletti!

Die paar Monate, die schaffen wir noch.

Dienstag, 24. November 2009

...

"Die Feder kritzelt: Hölle das!
Bin ich verdammt zum Kritzeln-Müssen? —
So greif' ich kühn zum Tintenfass
Und schreib' mit dicken Tintenflüssen.
Wie läuft das hin, so voll, so breit!
Wie glückt mir Alles, wie ich's treibe!
Zwar fehlt der Schrift die Deutlichkeit —
Was tut's? Wer liest denn, was ich schreibe?"

Abgeschrieben von Fritze

...

"Raub dir das Weib, für das dein Herze fühlt!" —
So denkt der Mann; das Weib raubt nicht, es stiehlt.

Gott liebt uns, weil er uns erschuf! —
"Der Mensch schuf Gott!" — sagt drauf ihr Feinen.
Und soll nicht lieben, was er schuf?
Soll's gar, weil er es schuf, verneinen?
Das hinkt, das trägt des Teufels Huf."

Abgeschrieben von Fritze

Montag, 23. November 2009

Der Sturm auf die Bastille

Der Generalkontrolleur der Finanzen Jacques Necker (1781), veröffentlichte erstmals die Zahlen des französischen Staatsbudgets (Compte rendu)., in einer ausweglosen Finanzkrise der Monarchie.

Neckers Zahlenwerk schockierte:

Einnahmen von 503 Millionen Livres (Pfund) standen
Ausgaben von 620 Millionen gegenüber.

Die Hälfte entfiel auf Zins und Tilgung für die bereits aufgelaufene gigantische Staatsverschuldung.

Weitere 25 % verschlang das Militär, 19 % die Zivilverwaltung und ca. 6 % die königliche Hofhaltung.

Dass für höfische Feste (Geburtstagsfeier im Kanzlerinnenamt) und Pensionszahlungen an Höflinge (Günstlinge=Politiker), darüberhinaus, eine Summe von 36 Millionen Livres anfiel, wurde als besonders skandalös angesehen.

"Das Grundproblem der absolutistischen Systems war jedoch sicherlich der enorm steigende Finanzbedarf. Die zur Deckung herangezogenen Maßnahmen stellten keine dauerhaft funktionierenden Lösungen dar bzw. wirkten sich längerfristig als Bedrohung für den gesellschaftlichen Frieden aus: Erstens begab sich die Krone in Abhängigkeit privater Financiers, zweitens trieb sie die Steuern mittels privater Steuerpächter ein, die sich häufig selbst bereicherten und beim Volk verhasst waren, drittens führte die Praxis des Ämterverkaufs zu Korruption und zur Schaffung vieler neuer Ämter, die keinem praktischen Bedarf entsprangen. " (historicum.net)

...

Er will sich selbst
verwirklichen.

Wirklich?

Ja, wirklich!
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